Rasenrenovierung – Schritt für Schritt zum neuen, grünen Rasen
Shownotes
Euer Rasen sieht nach dem Sommer eher aus wie eine angeschlagene Wiese als ein grüner Teppich? Dann wird es Zeit für eine Rasenrenovierung! In dieser Folge erklären Gesa und Werner, warum der Spätsommer dafür der ideale Zeitpunkt ist und wie ihr Schritt für Schritt vorgeht: vom Boden- und Lichtcheck über das Vertikutieren und die Nachsaat bis hin zum richtigen Dünger und dem ersten Rasenschnitt.
Außerdem verrät Werner, worauf es beim pH-Wert ankommt, wie viel Rasensamen wirklich nötig sind und warum beim Vertikutieren weniger oft mehr ist.
Weitere Tipps zum Vertikutieren findet ihr hier:
https://www.compo.de/ratgeber/pflanzenpflege/rasen/anlegen-pflegen/rasen-vertikutieren
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00:00:03: Werner Und beim Rasen sonst sagt man nicht allzu oft wässern, aber dann gründlich. Nach der Saat sehr oft wässern, aber nur oberflächlich.
00:00:11: Gesa Und wie lange?
00:00:12: Werner Bis es alles gut aufgegangen ist und bis ich sehe, dass dann die Halme da sind und die auch so 2, 3, 4 Zentimeter hoch sind, dann kann ich den Bewässerungsintervall deutlich zurücknehmen.
00:00:25: Gesa Hallo zusammen, schön, dass ihr wieder dabei seid bei einer neuen Folge von 'Dein Fleckchen Grün'. Und Grün ist ein super Stichwort für unsere Folge heute. Wir sprechen nämlich über den Rasen. Wir, das bin ich, Gesa, Journalistin, Moderatorin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Und natürlich ist auch Werner wieder dabei, unser Gartenexperte. Hallo Werner.
00:00:47: Werner Gesa, ich grüße dich. Hallo.
00:00:48: Gesa Hi Werner, so ein satter grüner Rasen, auf dem man barfuß laufen kann, Picknick machen oder auch einfach nur mal rumliegen, das ist ja schon was Feines in der Theorie. In der Praxis sieht der Rasen nach einem langen Sommer bei vielen von uns, und da muss ich mich ehrlich gesagt mit einschließen, aber meistens ganz anders aus, eher bisschen zerrupft, hier und da eher gelb bis braun als grün, Moos dazwischen, vielleicht noch 'n paar Kuhlen. Ich sag mal so, 'ne angeschlagene Wiese trifft es da oft besser als grüner Teppich. Und viele denken sich dann: „Ach, kümmere ich mich im Frühjahr drum.“ Aber tatsächlich ist der Spätsommer oder auch der Frühherbst ja oft der viel bessere Zeitpunkt, um den Rasen noch mal richtig auf Vordermann zu bringen. Und genau darüber wollen wir heute sprechen: Über die Rasenrenovierung. Wir klären, woran man überhaupt erkennt, ob ein Rasen 'ne Renovierung braucht, wie man da Schritt für Schritt vorgeht und was man lieber lassen sollte, damit man am Ende nicht mehr kaputt macht als verbessert. Werner Rasenrenovierung, ich musste ein bisschen lachen, als ich das Stichwort gehört hab für diese Folge, klingt ja irgendwie ganz witzig. Was genau gehört da alles dazu?
00:01:59: Werner Ja, bei einer Rasenrenovierung, dann ist das wirklich deutlich grundlegender, dass dann auch viele Lücken im Rasen vorhanden sind, dass an Stellen vielleicht auch der Boden sehr verdichtet ist, wo ich dann auch sehe, wenn es mal üppiger geregnet hat, dass da das Wasser stehen bleibt. Manchmal ist es ja so, dass der Sommer eher kühl und nass gewesen ist und dass sich dann entsprechend sehr viel Moos und Unkraut angesiedelt hat. Das ist ja manchmal auch durchaus ein Thema. Und wenn der Rasen insgesamt eher einen schwachen Eindruck macht, eher dünn aussieht, gelblich aussieht, dann ist eine solche Renovierung notwendig. Manchmal ist es so, dass der Rasen eben nach einem sehr warmen Sommer nicht gut aussieht, aber dann muss ich ihn nicht renovieren. Da wäre quasi so eine Art Auffrischung völlig ausreichend. Dass ich das insgesamt nur punktuell machen muss, um da vielleicht punktuell zu vertikutieren oder auch vielleicht nur punktuell eine Nachsaat vornehmen.
00:02:51: Gesa Aber woran erkenne ich das dann genau? Also, ob ich eine Renovierung brauche oder ob so ein paar einzelne Maßnahmen auch helfen.
00:02:57: Werner Das würde ich im Grunde daran erkennen, ja, welchen Gesamteindruck der Rasen macht. Wenn das wirklich noch so ist, das sieht irgendwie noch ganz passabel aus und wenn man da ein bisschen Hand anlegt durch Wasser, durch Dünger, vielleicht auch punktuell durch eine Nachsaat ist das eben mit so einer Auffrischung O.K., aber wenn es eine Rasenfläche ist, die insgesamt keinen schönen Eindruck mehr macht, dann ist so eine Renovierung angeraten.
00:03:19: Gesa Und da setzt man dann von ganz vorne an, denke ich mal.
00:03:22: Werner Da setzt man natürlich noch mal deutlich früher an und der Aufwand ist da sicherlich größer, das ist gar keine Frage.
00:03:28: Gesa Ich hab ja tatsächlich auch ganz lange gedacht, dass die beste Zeit seinen Rasen in Schuss zu bringen, das Frühjahr ist. Aber jetzt hab ich gehört, dass es im Spätsommer und Herbst eigentlich viel sinnvoller ist. Warum?
00:03:39: Werner Das hat viele Vorteile zum Herbst hin. Ein ganz wesentlicher Vorteil ist der, dass der Boden warm genug ist. Aufgrund der sommerlichen Temperaturen und selbst wenn der Sommer nur durchschnittlich gewesen ist. Der Boden hat dann eine sehr gute Temperatur und wenn dann gesät wird, dann etwas übertrieben natürlich gesprochen, dann kann ich den Rasensamen beim Aufgehen, beim Keimen zugucken. So schnell natürlich nicht, aber dann geht das wirklich sehr schnell, sehr unkompliziert. Das ist im Frühjahr deutlich schwieriger. Ich habe im Frühjahr fast immer damit zu tun, dass der Boden noch sehr kalt ist und das sind dann Bedingungen, die ein Rasensamen gar nicht gut haben kann und wo eine Keimung dann sehr verzögert stattfindet. Das muss man ganz ehrlich so sagen. Von daher ist das zum Herbst hin angenehmer, weil Boden warm. Man kommt eher zu kürzeren Tagen, das heißt, der Pflegeaufwand zum Herbst hin wird auch peu a peu weniger. Im Frühjahr ist es genau umgekehrt, man hat immer steigende Temperaturen und länger werdende Tage, dass dann der Pflegeaufwand sogar noch etwas größer wird.
00:04:40: Gesa Da sprießt ja dann auch das Unkraut im Frühjahr wieder.
00:04:43: Werner Das kommt als kommt auch noch hinzu, dass Unkraut sprießt, weil dass sich das ja auch zum Frühjahr dann besonders gerne entwickelt und diese Problematik habe ich zum Herbst hin deutlich weniger. Unkraut wächst auch noch, das ist so, aber es ist deutlich geringer, der Unkrautdruck, so nennt man das ja.
00:04:59: Gesa Also würdest du wirklich sagen, früher ist eher zweite Wahl?
00:05:01: Werner Für mich ja, eindeutig.
00:05:04: Gesa Aber wenn wir jetzt sagen, Spätsommer, Herbst ist die perfekte Zeit, ab wann wäre es denn zu spät? Also, wo sagst du, jetzt ergibt es aber keinen Sinn mehr.
00:05:13: Werner Da muss man so ein bisschen gucken, wo man beheimatet ist. In den, ich sag immer, wintermilden Gebieten, das ist so im Flachland, das ist häufig im Norden der Fall, auch in Westdeutschland beziehungsweise überall da, wo auch Wein wächst, da kann man das auch noch bis in den Oktober hinein machen, dass es wirklich problemlos geht, dass der Rasen noch zur Keimung kommt und dass der Rasen sich dann auch soweit etabliert, dass er dann auch einen möglichen Wintereinbruch gut übersteht. Nach Osten hin, nach Süden hin, in Mittelgebirgslagen, da sollte das dann bis Ende September erledigt sein. Muss man also 'n bisschen gucken, wo man beheimatet ist. Aber man unterschätzt das oft, wie weit das im Herbst noch gut geht und wirklich völlig komplikationslos geht.
00:05:52: Gesa Da muss man ja wahrscheinlich auch dann einfach vom Wetter 'n bisschen abhängig machen, mal in den Wetterbericht reinhören, ne.
00:05:58: Werner Ja, wobei der Wetterbericht, der umfasst ja vielleicht so 10 Tage. Danach weiß der Wetterbericht ja auch nicht mehr weiter. Von daher, ich würd tatsächlich sagen, wo bin ich beheimatet und wenn, wenn ich irgendwo im Erzgebirge bin und es ist der 8. Oktober, dann müsste ich sagen, das ist für dieses Jahr zu spät. Selbst wenn der Wetterbericht jetzt für die nächsten 10 Tage einigermaßen mildes Wetter vorhersagt, aber was danach ist, weiß ich nicht. Das kann dann ein bisschen problematisch sein.
00:06:26: Gesa Ah, weil so 'ne Rasenrenovierung einfach länger dauert, bis man die komplett durchgeführt hat.
00:06:31: Werner Richtig. Und allein die Rasenkeimung dauert ja, ich sag mal, ein bis 3 Wochen. Nach einer Woche sind so die ersten Rasenkeimlinge zu sehen. Andere Rasenarten, die auch mit in einer solchen Mischung drinstecken, die brauchen durchaus 3 Wochen. Von der Seite her ist das tatsächlich 'n längerfristiges Thema.
00:06:47: Gesa Ja, stimmt, das ergibt natürlich Sinn. Aber wie würdest du denn jetzt sagen, geht man da Schritt für Schritt vor, wenn man der Meinung ist, mein Rasen, dem ist nicht mehr zu helfen, der braucht wirklich von Grund auf 'ne Renovierung.
00:07:00: Werner Ja, dass man einfach sich das Ganze noch mal sehr genau anguckt, wo Kahlstellen sind, wo auch vielleicht eine sehr starke Bemoosung vorhanden ist und was ich zum Herbst hier natürlich auch gut erkennen kann, wie ist das mit dem Schattenwurf, weil das wird ja ganz häufig unterschätzt, wie der Lichteinfall ist und und wie viel Licht auch 'n Rasen brauchte. Eine Rasenpflanze ist grundsätzlich eine Pflanzenart, die sehr viel Licht benötigt und das sollte man auch immer mit berücksichtigen, einerseits natürlich, was das Thema Rückschnitt der Sträucher betrifft. Und auf der anderen Seite, wenn es um die Auswahl des Rasensaatgutes geht, sollte man, wenn das von den Lichtverhältnissen nicht ganz optimal ist, sollte man immer einen Schattenrasen verwenden, weil das sind dann Rasengräser, die auch mit etwas weniger Licht gut zurechtkommen.
00:07:46: Gesa Aber trotzdem auch mit Sonne.
00:07:48: Werner Und trotzdem auch mit Sonne. Das kann man so sagen. Ein Schattenrasen, der verträgt auch die volle Sonne, kann aber auch im halbschattigen, wenn das 'n Standort ist, wo gar keine Sonne hinkommt, dann sollte ich mir was anderes überlegen, dann werde ich mit dem Rasen niemals froh werden an der Stelle. Das muss man ehrlicherweise sagen, wenn das jetzt also irgendwie dreiviertel des Tages mehr oder weniger dunkel ist oder schattig ist, dann besser keinen Rasen säen.
00:08:11: Gesa Wird man keine Freude mit haben.
00:08:12: Werner Überhaupt nicht.
00:08:13: Gesa O.K. Gut, dann haben wir das gemacht. Was kommt als nächstes dran? Was ist zu tun?
00:08:18: Werner Dass man die Beschaffenheit des Bodens überprüft, das kann man ganz gut machen, indem man einen Schraubenzieher in den Boden hineinsteckt und je nachdem, wie viel Widerstand der Boden an der Stelle liefert, sehe ich natürlich, wie verdichtet der Boden ist, wie fest der ist. Und gegebenenfalls muss man dann auch da noch mal massiv Hand anlegen, vielleicht auch in der Form, dass man den Boden an der Stelle umgräbt, vielleicht auch etwas großflächiger umgräbt, einfach um 'ne gewisse Lockerheit hinzubekommen im Boden.
00:08:44: Gesa Da muss ich aber noch mal kurz reingrätschen, wie weit sollte der denn reingehen, der Schraubenzieher?
00:08:49: Werner So lang, wie er ist. Das sind ja so 15 Zentimeter.
00:08:51: Gesa Ach so, dass man den Eimer komplett reinstecken kann, dann ist gut. Aber wenn du da irgendwie stecken bleibst und es liegt nicht an einem Stein, weißt du, hm, vielleicht ein bisschen dicht.
00:08:59: Werner Weil das muss man ja auch sagen, wenn man jetzt Bereiche entdeckt, die wirklich sehr verfestigt sind und ich fange an umzugraben, tiefer als eine Spaten, die bekomme ich ja nicht. Von daher reicht das aus, wenn ich diese 15 Zentimeter in etwa, Spaten ist ein bisschen tiefer, wenn ich diese 15 Zentimeter habe, das ist dann eine ganz gute Größe an der Stelle.
00:09:17: Gesa Und ist beim Thema Rasen auch der pH-Wert entscheidend? Muss man sich da auch Gedanken drüber machen?
00:09:22: Werner Ist eine ganz entscheidende Größe und das ist ja auch ganz oft bei Rasenflächen zu beobachten, dass sehr umfangreich Kalk gegeben wird. Das ist oft auch notwendig, wenn es dann solche Bereiche sind, wo der Boden von Natur aus eher sauer ist. Dann ist das mit dem Kalk sicherlich richtig. Das ist insbesondere nach Norddeutschland der Fall. Aber einfach hemmungslos Kalk zu geben ist sicherlich nicht richtig, sondern den pH-Wert mal zu messen, bestimmen zu lassen, das wäre notwendig, einfach um zu wissen, wie sieht es aus mit dem pH-Wert. Wenn der irgendwo im pH-Wert 6,0 bis 7,0 liegt, habe ich keinen Handlungsbedarf. Dann wäre eine Kalkgabe, die man dann trotzdem verabreichen würde, sogar kontraproduktiv. Das würde dazu führen, dass der pH-Wert noch weiter ansteigt. In einem weiteren Schritt hat das dann zur Folge, dass Nährstoffe, die ich gegeben habe, gar nicht mehr von der Pflanze aufgenommen werden können, weil die in diesem Boden festgelegt werden. Die sind quasi wie eingefroren, die Pflanze kommt nicht mehr dran, die sind nicht weg, die Nährstoffe sind aber nicht pflanzenverfügbar. Von der Seite her, bevor man irgendwie einen Dünger gibt oder Kalk gibt, immer den pH-Wert bestimmen lassen.
00:10:32: Gesa O.K., spannend, also nicht wild rumkalken, das merke ich mir.
00:10:36: Werner So ein Lustkalken wäre nichts.
00:10:38: Gesa Lustkalken, sehr schön.
00:10:40: Werner Ja, das, weil ich das ja in der Fachberatung auch öfters kenne, das wird häufig gemacht mit der Begründung wird auch wirklich so gesagt, weil man es immer schon gemacht hat und das ist gerade, wenn es um das Thema Kalk geht, 'ne schlechte Empfehlung.
00:10:53: Gesa Noch mal ganz kurz zurück auf den verdichteten Boden. Warum ist 'n verdichteter Boden eigentlich 'n Problem?
00:10:59: Werner Da kann man sehr schnell 3 Punkte nennen. Einerseits ist es für die Wurzeln natürlich schwierig, in so einem verdichteten Boden hindurchzuwachsen. Dann ein verdichteter Boden hat nur noch wenig Luft und Wasser kann schlecht abziehen.
00:11:12: Gesa Das sind 3 Gründe, die verständlich sind.
00:11:15: Werner Ja, gäb's sicherlich noch weitere dazu, aber das sind so die wesentlichen Punkte. Die Bodenorganismen finden das auch nicht so witzig, wenn es so dicht ist, aber das sind 3 ganz wichtige Punkte, eben wenn ein verdichteter Boden vorliegt.
00:11:28: Gesa Alles klar, dann lass uns mal weitermachen. Also, wir haben Licht und Schattenwurf gecheckt, wir haben den Boden gecheckt, was ist als nächstes dran bei so 'ner Rasenrenovierung?
00:11:37: Werner Ja, dass man das Ganze natürlich auch entsprechend vorbereitet und zwar, was häufiger gerne gemacht wird auf Rasenflächen, dass vertikutiert wird. Das wird häufig im Frühjahr gemacht, das ist auch okay und das kann man natürlich auch zum Spätsommer, zum Herbst hin auch machen. Und der erste Schritt beim Vertikutieren wäre der, den Rasen zu schneiden auf eine Länge von etwa 4 Zentimetern, verhältnismäßig kurz. Das macht man deswegen, damit das Vertikutiergerät im nächsten Arbeitsgang ganz gut durch den Rasen hindurchkommt. Wenn man den Rasen länger ließe, wär das 'ne sehr mühselige Angelegenheit. Wenn man sich entschließt, diese ganzen Schritte zu machen mit dem Schneiden und auch mit dem Vertikutieren, da sollte die Gesamtwetterlage passend sein. Das macht keinen Sinn bei großer Hitze, das macht auch keinen Sinn bei Dauerregen. Das sollten moderate Witterungsbedingungen sein, wenn man irgendwie um die 20 Grad hat und so bewölktes Wetter, heiter bis wolkig, das wäre ganz gut. Extremdauerregen oder Hitze wäre dann schwierig, dann leidet der Rasen sehr stark und manchmal eben auch die Person, die dieses Vertikutiergerät bedient, weil das natürlich dann unglaublich anstrengend wird.
00:12:45: Gesa Aber beim Vertikutieren kann man ja auch einiges falsch machen, ne, hast du da mal so ein paar Anhaltspunkte, worauf man achten sollte?
00:12:51: Werner Ja, mit dem Falschmachen, das stimmt. Das, was wir oft mitbekommen, dass deutlich zu gründlich vertikutiert wird, dass zu tief vertikutiert wird, 2 bis 3 Millimeter in die Grasnarbe hinein, das reicht ja völlig aus, tiefer nicht, weil danach sieht der Rasen unglaublich gerupft aus. Der ein oder andere Rasenbesitzer meint, das wäre dann besonders gut, wenn er so gerupft aussieht, aber man hat damit nicht viel Gutes erreicht, das muss man sagen.
00:13:15: Gesa Aber so 'n bisschen zerrupft ist der ja schon immer, ne.
00:13:18: Werner Keine Frage, aber wenn man solche Flächen mal sieht, wir kriegen auch manchmal Fotos davon zu sehen, dann sieht man nicht mehr, dass es mal 'n Rasen gewesen ist. Da sind wirklich dann nur noch sehr vereinzelt Grashalme zu sehen und das ist das, was natürlich nicht günstig ist. Es sollten auch Grashalme zu sehen sein und mit dem Vertikutieren nicht zu tief und was man sagt, und das macht auch Sinn, einmal kreuz und einmal quer, dass man dann wirklich 'n guten Effekt erreicht hat. Aber es müssen noch Grashalme sichtbar sein und alles das, was man dann herausvertikutiert hat, das ist ja eben so Moos in erster Linie oder auch so 'n filziges Material, was dann entstanden ist, dass das dann herausgeharkt wird, weil das würde zwar auch verrotten im Laufe der Zeit, aber deswegen vertikutiert man ja nicht, sondern man möchte ja dann auch noch 'n bisschen weiterarbeiten.
00:14:04: Gesa O.K., also merken, lieber flach vertikutieren und dafür dann in mehreren Durchgängen.
00:14:09: GesaJa, in zwei Durchgängen, einmal quer, einmal längs.
00:14:12: Werner Und auch das wäre ein falsch verstandener Stolz, dass man anfängt. Und wenn man alles fertig hat, dann sieht: "Oh, das war dann doch ein bisschen zu viel." Besser nur erstmal so zehn Meter vertikutieren und dann mal sich das genauer angucken, ob das von 'ner von der Tiefe her passt und gegebenenfalls das Gerät dann noch mal nachjustieren. Das ist keine Schande, sich so 'n bisschen rantasten.
00:14:33: Gesa Gut, dann haben wir also alles rausgepflückt, was nicht in den Rasen reingehört. Ich hab' bei mir im Garten 'n Riesenthema mit Wühlmäusen und Maulwürfen. Das heißt, mein Rasen, der ist tatsächlich ziemlich huppelig inzwischen. Was kann ich denn dagegen machen?
00:14:48: Werner Dass man eben solche Unebenheiten, die da entstanden sind, dass man die ausgleicht, beispielsweise mit so einer Rasenerde, die für den Zweck gut verwendet werden kann, dass eben diese Löcher, die beim Maulwurf bei der Wühlmaus entstanden sind, dass die aufgefüllt werden. Das macht man auch immer, bevor dann gesät worden ist, dass eben zur Saat hin selber die Fläche dann auch wieder gerade geworden ist.
00:15:10: Gesa Es gibt ja auch solche Walzen, ne, das hat unser Gartennachbar, die steht da aber auch nur rum. Wozu sind die denn eigentlich gedacht? Ist das auch um Rasen platt zu walzen?
00:15:20: Werner Ja, diese Rasenwalzen gibt es und die sind ja häufig dann so beschaffen, dass sie dann mit Wasser gefüllt werden, einfach auf das Gewicht zu kommen. Die hat ihre größte Funktion im Grunde immer dann, wenn man gesät hat oder eine Saat ansteht, manchmal aber auch, wenn man eine Rasenfläche ganz frisch anlegen möchte und das ein Boden ist, der vielleicht angefüllt worden ist und den hat man dann planiert und gerade gemacht, aber dann muss man auch walzen, damit eine Verdichtung zustande kommt.
00:15:47: Gesa Ah, verstehe.
00:15:48: Werner Jetzt in dem Bereich, wo wir sind, eben in 'nem Bestandsrasen, wenn vielleicht auf 10 Quadratmetern sehr viel Erde aufgefüllt worden ist, da würd ich dann auch mit der Rasenwalze arbeiten, um das da entsprechend zu verdichten. Ansonsten käme die Rasenwalze wieder zum Einsatz, wenn ich gesät habe, um das Ganze anzudrücken.
00:16:06: Gesa Ja, und säen ist ja 'n gutes Stichwort. Das wär ja im Grunde jetzt der nächste Schritt, ne, wenn wir vertikutiert haben, Löcher, Hügelchen ausgeglichen haben, dann kommt doch im Grunde die Nachsaat, richtig.
00:16:17: Werner Dann kommt die Nachsaat und da sollte man wirklich gucken, was man als Saatgut nimmt, ob das eher 'n schattiger Bereich ist. Da hatten wir drüber gesprochen, ob das jetzt 'ne Fläche sein soll, die wirklich nur der Zierde dient oder ob das 'n Rasen ist, wo vielleicht auch die Kinder, die Enkelkinder spielen. Da sollte es dann ein Rasen sein, der schon sehr strapazierfähig ist.
00:16:36: Gesa Da hab ich noch mal 'ne Frage zum Stichwort Rasensaatmenge. Echt, da steht ja immer drauf, wie viel man nehmen soll auf so 'n Quadratmeter. Das ist ja manchmal so 'n bisschen schwer abzuschätzen. Gilt da dann besser mehr oder besser weniger, wie schätzt du das ein?
00:16:51: Werner Es steht ja drauf, wie viel Gramm Rasensamen pro Quadratmeter ausgebracht werden sollen. Und dann steht beispielsweise bei einem hochwertigen Rasensamen steht 20 Gramm pro Quadratmeter. Und was ich immer auch sage, diese 20 Gramm sollten unbedingt eingehalten werden. Bis jetzt 22 Gramm sind, ist OK, aber jetzt nicht 40 Gramm, dass man sagt, ich will einen besonders dichten Rasen haben, und das würde man an der Stelle damit nicht erreichen. Beim Rasensamen ist es ja so, das ist immer 'ne Mischung aus verschiedenen Rasentypen und da gibt es Langsamkeimer und Schnellkeimer und dann kommen die Schnellkeimer zur Keimung und überwachsen dann die Langsamkeimer. Es bleibt am Ende auch was Grünes übrig, das ist aber nicht von den Eigenschaften so, wie man es haben könnte. Und auch 'n Zweites, bei der Auswahl des Rasensamens sollte man auch drauf achten, auch gerade wenn es um das Thema Preis geht, 'n sehr hochwertiger Rasen und da komme ich mit 20 Gramm pro Quadratmeter aus. Wenn das ein Rasensaatgut ist, was qualitativ nicht ganz so gut ist, steht da manchmal 50, 60 oder 70 Gramm pro Quadratmeter drauf auf der Packung. Ich brauche also deutlich mehr Kilo für meine Rasenfläche. Und wenn man Rasensaatgut miteinander vergleicht, ist es immer wichtig, die Reichweite miteinander zu vergleichen, nicht den Kilopreis.
00:18:05: Gesa Super, da hab ich noch nie drauf geachtet, aber das ist ja total wert, ist 'n bisschen wie bei Wandfarbe, ne. Da ist ja auch so die teure Wandfarbe, klar, kostet mehr, aber dafür streichst du auch nur einmal. Wenn du 'ne günstige nimmst, musst du 2 dreimal streichen, brauchst mehr Farbe insgesamt.
00:18:19: Werner Ja, weil bei den sehr preiswerten Rasenmischungen, da sind die Rasensamen größer, weil das häufig landwirtschaftliche Gräser sind, die da eingemischt werden. Das ist erlaubt, aber man möchte ja keine Wiese haben, man möchte einen Rasen haben von der Seite her, da sollte man immer nachgucken. Was gut wäre, schon drauf zu achten, dass der Rasensamen sehr gleichmäßig verteilt wird. Einige machen das mit dem Streuwagen, das geht ganz gut. Bin da jetzt nicht zu 100% von überzeugt, aber es geht ganz gut. Die andere Variante wäre die, kleine Parzellen abzumessen auf der Rasenfläche von jeweils 10 Quadratmetern. Man macht das ja nicht allzu oft, von daher kann man das tatsächlich an der Stelle auch so machen, 10 Quadratmeter und auf 10 Quadratmeter kämen dann 200 Gramm Samen. Ich hatte ja gesagt, 20 Gramm pro Quadratmeter, entsprechend 200 Gramm auf 10 Quadratmeter. Das würde ich mir mit der Küchenwaage abmessen. Es kommt nicht auf das letzte Gramm drauf an, aber von der Tendenz her sollte das richtig sein. Messe das immer ab, 200 Gramm in so einem Schälchen und die verteile ich dann auf meinen 10 Quadratmetern. Dann kriegt man das auch als Laie, der das nicht allzu oft macht, gut hin, den Rasensamen gleichmäßig zu verteilen. Hab das ja auch mal gelernt, aber wenn ich jetzt eine Packung hätte mit 2 Kilo und sollte die auf 100 Quadratmeter verteilen, das ginge schief. Das würde ich nicht hinbekommen, weil das klappt nicht. Auch das ist vielleicht noch ein Tipp mit dem Verteilen, diese Portionen, das würde ich immer so machen, aber manchmal haben auch die Kartons, in denen das Rasensaatgut steckt, an der Seite so eine Streuöffnung, dass ich dann immer portionsweise meinen Rasensamen in den Karton fülle und dann aus dem Karton heraus streue, dann kriege ich das gleichmäßiger hin als mit der Hand.
00:20:00: Gesa Ah, das ist gut, da ist ja auch wie so ein kleines Sieb, dann ne Wirkung, das geht gut.
00:20:04: Werner Und auch in meinem Bekanntenkreis, Freundeskreis, die jetzt gärtnerisch jetzt nicht alle so wahnsinnig versiert sind, die sagen, das hätte richtig gut damit funktioniert, einfach weil aus der Hand heraus der Geübte kann das ganz gut. Wenn man das selten macht, klappt das nicht so gut.
00:20:18: Gesa Das werde ich auf jeden Fall probieren und sag mal, wie lange hält sich so eine Rasensaat eigentlich? Ich weiß, ich hab noch so eine Schachtel im Schuppen stehen.
00:20:26: Werner Schwierig zu sagen, weil ich hole deswegen tief Luft, Schuppen stehen. Da kann es gut sein, wenn der Rasensamen Frost gekriegt hat, dass der dann schon nach einem Jahr geliefert ist.
00:20:38: Gesa Oh, OK.
00:20:38: Werner Wenn er jetzt irgendwo in einem Keller stünde, bei relativ gleichbleibender Temperatur, Packung verschlossen im Keller mit 10, 15 Grad, dann kann man sagen, ist ein Rasensamen 4 Jahre hin schon sehr, sehr gut keimfähig und man dreht einfach die Packung um, irgendwo wird man einen Aufkleber entdecken und da steht dann ein sogenanntes Verschließungsdatum drauf und das ist dann das Datum, wann das Ganze abgefüllt worden ist und 4 Jahre geht oft gut bei guten Lagerbedingungen. Jetzt bei deinem Rasensamen, ich würde ihn auch noch nicht komplett entsorgen, das wäre im Grunde auch zu schade. Man kann aber für sich einfach mal einen kleinen Keimtest machen. Kleiner Blumentopf, ein bisschen Erde rein, paar Samen auslegen, aufstreuen und das Ganze dann im Badezimmer oder in der Küche platzieren und dann mal warten, was aufgeht.
00:21:23: Gesa Ah, das ist super, das werde ich mal ausprobieren, weil ich weiß bei unserem Schuppen tatsächlich gar nicht, ob der wirklich den Frost durchlässt oder nicht. Aber so eine Probe, das werde ich mal machen.
00:21:33: Werner Ja, man muss ja einfach überlegen, die ganze Arbeit, die man da reingesteckt hat und dann hält man das vielleicht für 10 Tage feucht und man sieht, es tut sich überhaupt nichts, obwohl die Bedingungen im Grunde gut sind und es tut sich nichts, weil einfach der Samen vielleicht zu alt ist oder eben schlecht gelagert worden ist. Und auf der anderen Seite, man hat vielleicht einen Rasensamen, der ist 5 Jahre alt, hat aber diesen Keimtest gemacht, der ist ordentlich gewesen, sehr gut wird er nicht mehr sein, aber ordentlich gewesen. Dann kann man den Rasensamen ja auch noch verwenden und dann spricht ja auch nichts dagegen. Man hat das Ganze ausgesät, was dann gut wäre, weil es im Grunde mit zur Aussaat dazugehört, dass das Ganze dann anschließend leicht eingehakt wird und da liegt die Betonung wirklich auf leicht. Man darf das jetzt nicht mit Erde vergraben, es hat so einige praktische Vorteile, deswegen macht man das, aber eben Betonung liegt auf leicht. Und jetzt kommt noch mal die Walze ins Spiel, weil eine solche Einsaat, die man gemacht hat, die sollte angewalzt werden. Das ist wichtig, damit im Rasensamen so biochemische Prozesse angestoßen werden durch das Gewicht, durch den ja durch den Bodenkontakt, der da zustande kommt. Und deswegen dies Anwalzen, das hat man rausgefunden, dass eben moderat angewalzt, jetzt nicht angepresst, aber angewalzt, dass dann ein schnelleres und besseres Keimergebnis zustande kommt.
00:22:49: Gesa Und wenn ich so eine Walze nicht hab, kann man das dann auch mit den Füßen machen, dass man da vorsichtig so ein bisschen drauf lang läuft.
00:22:54: Werner Kann man machen, glatte Sohle geht ganz gut. Oder manchmal kann man sich auch so Walzen in einem Gartencenter leihen. Aber wenn das jetzt nur 10 Quadratmeter sind und man macht das mit mit glatten Schuhen, es muss wirklich eine glatte Sohle sein, jetzt Gummistiefel oder so nicht, dann kann man das gut machen, ist kein Problem.
00:23:08: Gesa Ah, super. Und wenn wir dann ausgesät haben, dann geht es ja noch darum, dem Rasen was zu futtern zu geben, ne?
00:23:15: Werner Ja, jetzt müsste ich tatsächlich noch mal auf den Rasen zurückkommen, weil wenn man an das Gesamtleben eines Rasen denkt, dann ist die Keimphase die kribbeligste Phase überhaupt. Und da sollte man wirklich gewährleisten, dass während der Keimung der Rasensamen niemals austrocknet. Weil wie gesagt, das ist die kribbeligste Phase und die gefährlichste Phase. Und wenn man das nicht gewährleisten kann, sollte man die Rasensaat vielleicht noch mal 'n paar Tage verschieben, weil man vielleicht irgendwie zwischendurch mal weg wäre oder so. Das muss man gewährleisten. Und beim Rasen, sonst sagt man nicht allzu oft wässern, aber dann gründlich nach der Saat sehr oft wässern, aber nur oberflächlich.
00:23:53: Gesa Und wie lange?
00:23:54: Werner Bis es alles gut aufgegangen ist und bis ich sehe, dass dann die Halme da sind und die auch so 2, 3, 4 Zentimeter hoch sind, dann kann ich den Bewässerungsintervall deutlich zurücknehmen.
00:24:04: Gesa Und dann switcht man wieder zu alle 2, 3 Tage dafür ordentlich.
00:24:08: Werner Ja, 2, 3 Tage ordentlich wäre auch schon zu viel. Dann würde man vielleicht im Zuge der Keimung dreimal am Tag dann später nur noch einmal am Tag, dann nur jeden zweiten Tag, dann vielleicht zweimal in der Woche, dass man sich da so allmählich aus dem Wässern herausschleicht.
00:24:24: Gesa
Und wenn da jetzt mal so ein, 1, 2 Tage dabei sind, wo man die Rasensaat nicht gießt, ist die dann kaputt oder: GesaOh, das ist natürlich blöd. O.K., das heißt, das muss man sich wirklich ganz genau überlegen, hier ist ein Zeitraum von ungefähr 10 Tagen plus minus und dann muss ich einfach am Start sein und regelmäßig gießen, sonst wird das nichts mit dem Rasen.
00:24:43: Werner Ja, genau, wenn ich dann sage, oh, da da im September, die 5 Tage, sind wir unterwegs und man hätte niemanden, der das dann auch wirklich verlässlich übernimmt, dann würde ich es wirklich um die entsprechende Zeit verschieben, gar keine Frage.
00:24:55: Gesa Ja, gut zu wissen, ich glaub, das ist tatsächlich vielen nicht ganz so klar, mir war es das nämlich auch nicht. Aber jetzt kommen wir, glaub ich, zum Stichwort Futter für den Rasen, Schrägstrich Dünger. Was ist da wichtig?
00:25:09: Werner Wenn ich eben sähe, dass ich dann auch idealerweise einen Startrasendünger mit einsetze, weil dieser Startrasendünger, der ist so beschaffen, dass er verhältnismäßig viel Phosphor enthält, Phosphat enthält, Phosphor enthält und das sorgt für 'ne gute Wurzelbildung und bei 'nem jungen Rasen kommt es da ja maßgeblich drauf an, dass sich 'n umfangreiches Wurzelwerk entwickelt.
00:25:30: Gesa Aber streust du den dann direkt mit der Rasensaat aus oder erst, wenn die Rasensaat schon gekeimt ist?
00:25:36: Werner Idealerweise würde man das so machen, man hat alles soweit vorbereitet und jetzt ist der Tag X gekommen, dann würde zunächst der Startrasendünger ausgebracht werden, der würde leicht eingeharkt werden und im nächsten Arbeitsschritt würde dann der Rasensamen ausgebracht werden, dass eben die Aussaat selber quasi die letzte Maßnahme ist und danach wird dann leicht eingeharkt und angewalzt und dann entsprechend feucht gehalten. Aber von daher, die Saat sollte der letzte Schritt sein und unmittelbar davor ein Startdünger verwenden, eben mit so einem hohen Phosphatgehalt.
00:26:08: Gesa Und dann können wir eigentlich nur noch abwarten, ne? Und hoffen, dass die Saat gut aufgeht und dann irgendwann nach der Renovierung mit der Pflege einsteigen.
00:26:18: Werner Genau, wenn wenn wir das alles so auch so machen, auch einhalten, dann wird das mit der Keimung auf jeden Fall gelingen und dann wird's nach einigen Wochen auch so sein, dass der Rasen dann eine Länge von 8 oder 10 Zentimetern erreicht hat und dann wär ein guter Zeitpunkt erreicht, um den ersten Rückschnitt vorzunehmen, den ersten Rasenschnitt vorzunehmen auf 5 bis 6 Zentimeter.
00:26:40: Gesa Muss man da noch auf irgendwas Besonderes achten, weil die Pflanzen vielleicht noch empfindlich sind oder so?
00:26:44: Werner Dass das Messer richtig scharf ist.
00:26:46: Gesa O.K.
00:26:46: Werner Auch das wäre ja sowas zum Spätsommer. Man hat vielleicht auch schon lange Zeit den Rasen geschnitten. Das kann sein, dass das Messer dann stumpf ist, dass man sich vielleicht ein zweites Messer beschafft oder das Messer schärfen lässt. Aber da kommt es wirklich drauf an, dass geschnitten wird und nicht, dass das neu Gewachsene abgeschlagen wird. Durch die Rotierung kann das ja auch passieren, dass es einfach nur abgeschlagen wird. Man würde das aber dann an den ausgefransten Grashalmen sehen und man wird es auch daran sehen, dass vielleicht die eine oder andere Rasenpflanze herausgerissen worden ist, weil sie einfach im Boden sich noch nicht so fest verankert hat.
00:27:18: Gesa Und das wollen wir ja gerade nicht, weil dann fangen wir ja im nächsten Jahr direkt wieder an mit der Rasenrenovierung.
00:27:24: Werner Das wollen wir nicht und das wäre dann auch immer schade um die gesamte Zeit und die Arbeit, die man da aufgewandt hat. Deswegen, da sollte man wirklich drauf achten, eben banale Sache, aber die scharfe Messer ist da schon von sehr großer Bedeutung?
00:27:38: Gesa Absolut, Zeit und Mühe ist ein gutes Stichwort, weil für mich klingt das so, als wär so eine Rasenrenovierung wirklich nicht mal eben gemacht, sondern eigentlich eher so eine Auffrischungskur in mehreren Schritten, ne. Aber so hat der Rasen, wenn ich das richtig verstanden hab, ja auch wirklich die Chance, sich über den Herbst und Winter dann zu erholen und die Mühe, die wird sich aber sicherlich lohnen. Danke für deine vielen, vielen guten Tipps mal wieder, Werner. Ich werde einige davon umsetzen und ich werde dir berichten, was daraus geworden ist. Wie sieht es denn bei euch aus? Habt ihr noch Fragen oder Anregungen? Dann schreibt uns doch gerne unter podcast@compo.de. Jetzt wünsche ich euch aber erstmal viel Erfolg beim Rasen renovieren und natürlich ganz viel Spaß auch beim späteren barfuß über den frischen Rasen laufen, denn das ist für mich persönlich die eigentliche Belohnung. Macht es gut und bis bald. Tschüss.
00:28:29: Werner Tschüss.
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